Brandenburger Kochfamilie erhält 1. Preis für den Bierkarpfen

MG 0603 480x640Großer Bahnhof in der Brandenburghalle am Freitag: Alljährlich zur Grünen Woche werden die Brandenburger Marketingpreise, vergeben von pro agro, dem Verband zur Förderung der ländlichen Raumes, überreicht. Platz 1 geht in der Kategorie Direkterzeuger an den Brandenburger Bierkarpfen, wesentlich mitentwickelt in Elbe-Elster.

Da wurde nicht lange gefackelt

In der Jury-Begründung heißt es: Karpfen fischen und Bier brauen, zwei brandenburgische Traditionen, die erstmalig im Jahr 2019 den Weg auf einen Teller gefunden haben. Im Sommer trafen sich der Landesfischereiverband, die Teichwirte Uwe und Martin Keil aus Lindena, Vertreter der Brandenburger Kleinbrauereien und Brandenburger Spitzenköche im Brauhaus in Finsterwalde. Letztere kreieren als „Brandenburger Kochfamilie“ gemeinsam Gerichte und schauen sich gegenseitig in die Töpfe.

Die Idee zum „Brandenburger Bierkarpfen“ war schnell geboren. Der Karpfen ist ein typischer Brandenburger und wird seit Jahrhunderten im ganzen Land gezüchtet und gefischt. Das Brauen hatte bis ins 18. Jahrhundert eine große Tradition in Brandenburg und erlebt in den letzten Jahren durch mittlerweile über 27 Kleinbrauereien eine Renaissance.

 

Unterschiedliche Rezepte

Bier und Fisch sind also gezeichnet durch eine hohe Regionalität. Und genau diese Regionalität spielt bei den Köchen in der„Brandenburger Kochfamilie“ eine maßgebliche Rolle. Sie haben mit diesen beiden Komponenten, Bier und Karpfen aus ihrer eigenen Region, Gerichte kreiert und diese auch veröffentlicht. Sie wollen damit viele ihrer Kollegen ermuntern es ihnen nachzutun. Den Bierkarpfen zu einem typischen Brandenburger Gericht werden zu lassen. Und das immer mit dem Geschmack der einzelnen Reiseregionen.

LR vom17.01.2020                Text : Frank Claus