Heute pflanze ich, morgen braue ich und übermorgen ....

hopfengarten

.... kann wahrscheinlich die neueste Bierkreation verkostet werden, .... darf gelauscht werden, wenn er im Finsterwalder Brauhaus den Brauprozess erläutert, .... moderiert er bestimmt schon wieder, gibt Interviews oder begrüßt seine Gäste im Finsterwalder Brauhaus mit einem frisch gezapften Bier. Der Bremer Junge ist besagter Hans Dampf in allen Gassen ... jedenfalls in jenen, wo er sich bestens auskennt.

Am 4. Oktober feierte Markus Klosterhoff sein 20. Braumeister-Jubiläum und das während der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel.

Er ist der „Herr“ an den Sängerstadt-Kupferkesseln, da macht ihm keiner etwas vor ...

„In der Niederlausitz braut zum Beispiel Markus Klosterhoff ein hervorragendes Spezialbier, das auch für viel Lob in der angesagten Craft-Bier-Szene sorgt. In seinem Brauhaus in Finsterwalde bekommt man immer mindestens drei verschiedene Sorten hausgemachtes Bier zur Auswahl. Immer dabei Finsterwalder Pilsener und Dunkles, in den Biergartenmonaten auch ein frisches, fruchtiges Hefeweizen, das Standardweißbiere aus Bayern gern vergessen lässt.“ ... schrieb die taz 2014 in einem Beitrag gegen den Einheitsgeschmack.

In der regionalen Tageszeitung Lausitzer Rundschau liest man von Markus Klosterhoff und der Verbindung zum ersten Bierbotschafter, dem ehemaligen Profiboxer Axel Schulz, seiner schwärmerischen Leidenschaft zum Gärtnern, welche Biere er bereits für wen gebraut hat, wie er zum Deutschen Reinheitsgebot steht und warum es wichtig ist Initiativen in einem Netzwerk zu bündeln. Etwa 22 Mitstreiter organisieren sich unter dem Dach des Vereins zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien und regionaler Infrastruktur. Die Brandenburger Bierstraße, ist ein Marketingelement des Netzwerks, woran der Finsterwalder Braumeister aktiv mitwirkt. „Genuss erleben“ ist nicht einfach nur ein Slogan für den 48-Jährigen, für ihn ist es eine ständige Herausforderung. Diese sieht er ebenso in der Beschränkung die ihm das Reinheitsgebot auferlegt. „Malz, Hopfen, Wasser und Hefe – etwas anderes komme ihm nicht ins Pils, Weizen, Bock und Co., erklärte er gegenüber einer Journalistin 2016. Schließlich könne man, so Klosterhoff, dem Weizen einen Anflug von Bananengeschmack verleihen, ohne das die Frucht selbst darin stecke.

Das hat wenig mit Zauberei, vielmehr mit fachlicher Kompetenz zu tun, ist doch klar. Markus Klosterhoff hat sein Handwerk von der Picke auf in einer großen Brauerei in Bremen gelernt und arbeitet seit 1999 in Finsterwalde, nachdem er sein Studium in Berlin erfolgreich abgeschlossen hatte. Seine Gelassenheit und Kompetenz, sein Charme und seine Leichtigkeit haben in den vergangenen Jahren die schreibende und filmende Zunft häufig beeindruckt, so auch 2018 als nicht nur ein Fernseh-Vierteiler mit ihm gedreht wurde, sondern er ebenso parallel dazu das Stadtfest zu organisieren hatte.

„Ich finde es spannend neue Rezepte zu kreieren“, meinte der Braumeister gegenüber einem Journalisten 2014, wovon zunehmend Vereine, Institutionen, Unternehmen aber auch Privatinitiativen profitieren, wenn er ihnen ein ganz persönliches Bier braut.

„Das Grüngehopfte“ ist so ein besonderes Bier. Gewachsen ist der Hopfen in der Region, in Privatgärten und im Finsterwalder Hopfengarten. In Zusammenarbeit mit dem Agrarmarketingverband pro agro wurden dazu in diesem Jahr am 1. Mai Hopfenpflanzen in die private Pflege übergeben. Der Verband steht für die Vernetzung und Vermarktung von Brandenburger Angeboten und Dienstleistungen aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Geerntet und gepflückt wurde der Hopfen gemeinsam am 15. September und umgehend eingebraut. Die frischen, grünen Dolden machen dieses Bier zu etwas besonderem. Zwei Sude mit jeweils 1000 Litern wurden angesetzt. Am 26. Und 27. Oktober wird im Erlebnispark Paaren das 23. Brandenburger Schlachtefest gefeiert. Dort läuft das Grüngehopfte erstmals aus dem Hahn.

Die Bierkreationen von Markus Klosterhoff sind das Ergebnis seiner Leidenschaft, er ist der Experte in Sachen Braukunst ... möge Dir die Experimentierfreude nie abhanden kommen ... Hopfen und Malz, sprichwörtlich niemals verloren sein.